Der Kundenfänger von Hameln

Wie Versicherungsapps die moderne Variante einer alten Geschichte schreiben

Versicherungsapps wirken manchmal wie Rattenfänger aus Hameln

Was tun, damit Kunden nicht blind fremden “Pfeifen” folgen?

Wer kennt sie nicht, die Geschichte eines Rattenfängers, der eine Stadt von der Rattenplage befreite und dann von den Bürgern um seinen versprochenen Lohn betrogen wurde. Als Vergeltung kehrte der Mann zurück, sammelte auf die gleiche wunderliche Weise, wie er einst die Ratten fing, die Kinder der Stadt ein, führte sie zum Tor hinaus und verschwand mit ihnen auf Nimmerwiedersehen.

Ähnlich gruselig und für manch einen Vorsorgeberater existenzbedrohlich sind wahre (!) Geschichten, wie plötzlich Kunden verschwinden.

Wie geschieht so etwas und was kann man dagegen tun?


Gastbeitrag von Thomas Zelles 


Wir alle nutzen und schätzen sie, die praktischen Helferlein auf unseren Smartphones und Tablets. Die Applikationen, kurz: Apps. Doch manchmal verbirgt sich dahinter etwas ganz anderes, als man als Nutzer eigentlich erwartet.

Im Zeitalter immer weiter voranschreitender Digitalisierung bleibt auch der Versicherungsmarkt von diesen sogenannten „Dienstleistungs-Apps“ nicht verschont.

Diese Versicherungs-Apps versprechen eine einfache und unkomplizierte Vertragsverwaltung.

Gelockt werden die Kunden, indem Ihnen suggeriert wird, dass Sie Ihre Versicherungsverträge in der App speichern können, um so zu jeder Zeit und an jedem Ort Zugriff auf die Vertragsdaten zu haben. Manch ein Anbieter bietet zusätzlich einen „kostenlosen Versicherungsvergleich“ zur Optimierung der eigenen Absicherung an.

Worauf der Kunde allerdings nicht explizit hingewiesen wird ist die Tatsache, dass bei Eingabe der Versicherungsverträge im Hintergrund eine automatisierte Bestandsübertragung auf den Betreiber der App stattfindet. Und auch dass man vielleicht per Klick seine Zustimmung zu einem Vertragsabschluss gibt, oder sogar umfangreiche Vollmachten erteilt, wissen die wenigsten Nutzer.

Mit Vorlage einer dieser vollumfänglichen Versicherungsmaklervollmachten, kann der „App-Makler“ alle vorliegenden Vertragsinformationen, z.B. auch Gesundheitsdaten, Kontodaten, Schäden etc. vom jeweiligen Versicherer einholen.

Wer steckt eigentlich hinter diesen Apps?
Anbieter der Apps sind in der Regel Firmen, die durch den Zusammenschluss verschiedener selbstständiger Vermittler gegründet wurden. Diese versuchen über derartige Apps auf leichtem Wege neue Kunden zu gewinnen und an deren Verträgen Geld zu verdienen. Viele dieser Start-Ups arbeiten defizitär und sind auf immer neue Finanzspritzen von Kapitalgebern angewiesen.

Und der bisherige Makler?
Der bisher betreuende Versicherungsmakler Ihres Vertrauens erhält vom Versicherer lediglich die Mitteilung, dass für einen bestehenden Vertrag eine neue Vollmacht vorgelegt wurde. Ab sofort ist er für den Kunden und die betroffenen Verträge nicht mehr zuständig und erhält keinerlei Informationen mehr, da ja ein anderer “Versicherungsmakler” mit der Betreuung beauftragt wurde. Auch im Schadenfall wäre der Kunde fortan völlig auf sich alleine gestellt.

Liebe Kunden,
Versichern heißt eben auch Vertrauen. Und Vertrauen kann man nur Menschen, mit denen man sich bereits im persönlichen Austausch befunden hat. Trotz voranschreitender Digitalisierung ist unser Berufsstand nicht maschinell zu ersetzen. Eine persönliche Analyse, Beratung und Betreuung – vor allem im Schadensfall – sind unabdingbar.

Wer eine Übersicht über seine Vertragssituation haben möchte, kann uns natürlich jederzeit kontaktieren.

Und an alle, die bisher noch keine Kunden bei uns sind: Einen kostenlosen Versicherungsvergleich können auch wir erstellen. Dafür müssen Sie lediglich Kontakt zu uns aufnehmen.
Die persönliche Beratung und eine individuell auf Sie und Ihre Bedürfnisse ausgerichtete Analyse Ihrer Versicherungssituation, sind natürlich inklusive.

Wir freuen uns auf eine weiterhin gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Ihr Versicherungsmakler XY


Thomas Zelles erlaubt ausdrücklich die Weitergabe seines Textes über eigene Homepages, facebook usw.


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Bild: pixabay


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