„Der Schaden für Vorsorgesparer durch Niedrigzinsen…

„Der Schaden für Vorsorgesparer durch Niedrigzinsen geht in die Milliarden!“ (und damit gehen auch deine Geschäfte im Finanzbusiness in den Keller?) Die Angriffe gegen die Niedrigzinspolitik der EZB werden immer schärfer. Doch das Wettern gegen eine geldpolitische gewollte Richtung nützt Anlegern wenig, weil die Zeit erbarmungslos weiterläuft und Sparer durch rhetorischen Aktionismus verleitet werden, erst einmal abzuwarten, was denn nun passiert.

Wäre es nicht klüger, den Menschen klar zu zeigen, in welchen Dimensionen sich ihr Problem bewegt unter den aktuellen (und möglicherweise länger anhaltenden) Gegebenheiten?

Schaden für Vorsorgesparer durch Niedrigzinsen

(Notenbank-)Politik ist etwas, mit dem der Bürger hadert, am Ende resigniert und im wahrsten Sinn des Wortes „in die Röhre“ schaut. Also muss Praktisches her, etwas, mit dem jeder Anleger etwas anfangen kann. Und hier sind die Finanz- und Vorsorgeberater in der Pflicht!

Alles, was dazu gebraucht wird, ist die Fähigkeit, auf leicht verständliche Weise die Zusammenhänge zwischen Sparvolumen, Anlagedauer, Rendite, Steuern und Inflation darzustellen – in Zahlen, in Grafiken, in Geschichten.

Was ist gemeint?

Beispielsweise (siehe Grafik) zu zeigen, was es bedeutet, wenn ein Sparprozess mit 200 Euro monatlich bei 4% Zinsen nach knapp 25 Jahren 100.000 Euro erwirtschaftet. Und dass der gleiche Prozess bei nur 1% Zinsen 35 Jahre dauert.

Mit anderen Worten: „Lieber Kunde, du brauchst gut 10 Jahre länger, um an das gleiche Ziel zu kommen!“

Oder:

„Lieber Kunde, du hast mit 200 Euro monatlicher Sparrate bei 4% Zinsen nach 25 Jahren etwa 100.000 Euro auf dem Konto. Bei gleicher Laufzeit – aber nur 1% Zinsen – kannst du über rund 68.000 Euro verfügen.“

Jetzt liegt es am Kunden,

  • ob ihm 25 oder 35 Jahre Spardauer besser passen,
  • ob ihm 100.000 Euro oder 68.000 Euro besser passen,
  • ob ihm 4% oder 1% Ertrag besser passen

oder

  • ob ihm 25 Jahre Spardauer und 100.000 Euro Endkapital zwar gefallen, er an den mickrigen 1% Zinsen nichts ändern will und deshalb seine Sparrate von 200 auf 300 Euro steigt.

So gezeigt, wird jeder Kunde sein persönliches Niedrigzins-Problem verstehen. Verstehen ist die Voraussetzung für Einverständnis. Das wiederum ist nötig, damit Kunden ins Handeln kommen und kaufen.