Manchmal hilft ein Regelbruch

Regeln brechen

Regelbruch kann eine gute Lösung sein.

Wo sind Sie mit Ihrem Kopf?

Während des Nachmittags vielleicht schon bei einem netten Abendessen (wie schön) oder noch bei dem (weniger schönen) Gespräch mit einem unzufriedenen Kunden am Vormittag?


Wer einmal bewusst reflektiert, wo er gerade mit seinen Gedanken ist, wird feststellen, dass er überall ist – nur nicht im Hier und Jetzt! Genau dieses Phänomen kann ein Symptom dafür sein, sich im Alltag zu verzetteln und am Ende vorne und hinten nicht mehr mit seinen Aufgaben klarzukommen.

Eine Regel aus der Achtsamkeitslehre lautet, sich den aktuellen Moment bewusst zu machen, genau wahrzunehmen, was gerade ist, ohne den Moment zu werten (nach Kabat-Zinn).

Dass ein Verstoß gegen diese Regel durchaus fruchtbar sein kann, weiß ich aus einer sehr persönlichen Erfahrung:


Als in Zeiten meiner abhängigen Beschäftigung, also im Finanzvertrieb als Angestellte, die Entwicklung meiner Geschäftszahlen die „gewohnte“ Aufwärtsrichtung verließ, bat mich mein Chef darum, doch bitte wieder öfters zu bügeln.

 


Der Hintergrund: Ich hatte ihm erzählt, dass ich meine besten Geschäftsideen beim Bügeln gewinne. Wäschepflege ist für mich ein notwendiges Übel im Haushalt. Ich liebe Ordnung im Schrank, aber den Weg dahin empfinde ich persönlich als extrem unproduktiv. Deshalb schweifen meine Gedanken während des Bügelns in alle Himmelsrichtungen. Manchmal ist das Ergebnis eben eine tolle Idee für meine Kunden – chapeau!

Was habe ich daraus für mein (Geschäfts-)Leben gemacht?

Heute bleibe ich öfter als je zuvor und auch länger fern von meinem Arbeitsplatz. „Home-Office“ bedeutet nicht, dass die übliche Büroarbeit an den heimischen Schreibtisch verlagert wird. Sondern ich bin dort, wo ich mich „sau-wohl“ fühle: im Wald, in den Bergen, in der Sonne,… durchaus auch am anderen Ende der Welt. Denn:

 


  • die Produktivität hängt im Beratungs-Business in Zeiten von Online-Kommunikation nicht vom Ort der Arbeit ab – die Kreativität aber durchaus.
  • Geschäftserfolg ist weniger das Ergebnis von der Arbeit IM Unternehmen – sehr wohl aber von der Arbeit AM Unternehmen.

 

Übrigens: Ich kenne Menschen, die finden es ganz normal, JEDEN Tag ins Büro zu kommen, JEDEN Tag durch den Verkehrsstau 1,5 Stunden zu verlieren – morgens UND abends – . Drei Zeitstunden pro Arbeitstag sind im Jahr locker mehr als 600 Stunden verschenkte Zeit. Wenn auch viele Verluste, die in einem normalen Leben entstehen, wiedergutgemacht werden können – verloren Zeit never ever!

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