Christel Kemmler   |  Mein Weg

Expertin für UnternehmerINNEN-Entwicklung in der Finanzdienstleistung

Das ist noch gar nicht so lange her…

Mein Spaziergang am Strand von Fuerteventura. Früher Morgen und eine gute Zeit, die Gedanken einfach mal fliegen zu lassen.

Wo wollte ich hin?

Und wo bin ich angekommen?

Privat. Im Job.

Mein Unternehmerleben ist sicher keine “Blaupause” für Sie, aber vielleicht doch eine Gelegenheit, ein Gefühl dafür zu bekommen, was eigentlich möglich ist.

Spuren im Sand_1

Der kürzeste Weg zwischen 2 Punkten ist eine Gerade. Aber das Leben hält immer “Extra-Kurven” bereit – auch für mich.

Das Leben ist kein Ponyhof…

Prägende Schlüsselstellen in meinem Leben haben meistens mit beruflichen UND privaten Entwicklungen zu tun, genau deshalb gewähre ich Einblick in diese Prozesse.

Das Finanzwesen hat mich schon in jungen Jahren fasziniert. Zum Einstieg in den Beruf schrieb ich EINE Bewerbung, hatte EINE Zusage und landete bei der Sparkasse. Für die Ausbildung blieb mir genau genommen nur die Hälfte der üblichen Zeit – eine schwere Erkrankung, Krebsdiagnose mit 17.

Ich wollte leben, wenn es sein musste, dann eben etwas schneller! Heirat mit 18, das erste Kind mit knapp 20. Ich tat, was frau damals machte – ich blieb zu Hause. Mit knapp 22 Jahren das zweite Kind. Durch “Ultimo-Einsatz” blieb ich dran am Job, machte Abitur und studierte Wirtschaft – Schwerpunkt Bank- und Börsenwesen.

Ich habe die Leidenschaft für meinen Beruf nie verloren, kehrte zurück in die Welt der Sparkasse – Vollzeit. Mein Wohnsitz weit weg von Eltern und Großeltern, so mussten wir uns als Familie organisieren. Kind drei und vier kamen; außer den üblichen Schutzfristen nahm ich keine Elternzeit in Anspruch.

Rabenmutter?

Emanze?

Klar hatte ich auch mit diesen “Vorwürfen” zu kämpfen. Ich horchte in mich hinein. Wir besprachen uns als Familie. Ich blieb Vollzeit im Job. Und ich machte einen guten Job.

Der wirkliche Durchbruch kam Ende der 90er Jahre: Wechsel von der Sparkasse zur Vermögensberatung der Dresdner Bank (gibt´s heute nicht mehr, ist aber gewiss nicht meine Schuld). Und ich hatte plötzlich alle Freiheiten: freie Zeiteinteilung, Büro zu Hause, super-gutes Geld verdient.

Das einzige, was dann eben doch nicht so frei war: Was und wieviel verkaufe ich. Zielvorgaben, Produktvorgaben, Druck – je länger desto schlimmer. Also raus in die Selbständigkeit!


Das einzige, was ich an diesem Schritt je bereut habe, ist, dass ich es nicht schon viel früher getan habe!


Heute sind meine Kinder – insgesamt 5 – alle erwachsen und stehen selbst fest im Leben. Ich bin mega-stolz auf meine Familie!

Einige sind heute übrigens selbst in der Finanzdienstleistung unterwegs – und zwar ganz ohne elterlichen Einfluss.

Keine Ahnung, ob das so selbstverständlich ist wie sich das alles entwickelt hat.

Aber ist es denn nicht eher so, dass wir alle unsere Wertvorstellungen haben, unsere Denkmuster pflegen und uns wirklich schwertun, einfach mal über den Tellerrand hinauszuschauen?

Der Unterschied liegt in der ganz eigenen Persönlichkeit:

Was traust Du Dir zu?

Und was bist Du bereit einzugehen, um Deinen Lebenstraum zu verwirklichen?

Vom Umgang mit Krisen

Ja, auch so etwas gab es. Natürlich. Im beruflichen Umfeld muss sicher niemand lange überlegen: Die Finanzkrise!

Eines der größten Probleme für mich war seinerzeit nicht so sehr  die Tatsache, dass es gerade im chancenorientierten Anlagebereich auch mal kräftig abwärts gehen kann.

Nein. Eine viel größere Last entsteht, wenn Du zu sehr helfen willst, zu sehr Mandanten unterstützen willst, finanzielle Ziele zu erreichen. Mich hat es bis an die Grenze des menschlich Tragfähigen gebracht. Gut gemeint ist eben nicht immer gut gemacht.

Im Klartext:

Die richtigen Wege zeigen und Mandanten begleiten. Laufen müssen sie alleine!

Der Schlüssel zur Professionalität

Freiheit und Unabhängigkeit entstehen aus einem – manchmal eben auch schmerzhaften – Lernprozess. Genau deshalb ist es mir heute ein ernstes Anliegen, anderen Menschen in dem weiten Feld der Finanzberatung Wege aufzuzeigen, die sie gehen können, niemals müssen!

Am Ball bleiben…

Wie auch immer Sie sich entscheiden, was Sie tun, wenn sich neben dem Job andere Felder auftun, denen Sie Ihre Aufmerksamkeit schenken wollen:

Bleiben Sie dran am Thema, jedenfalls dann, wenn Ihr Beruf tatsächlich so etwas wie eine Berufung ist. Wenn Sie mit jeder Faser Ihres Herzens dabeisind, wenn es Ihnen einfach Mega-Spaß macht, andere Menschen in wichtigen Finanzfragen zu begleiten.

Es wäre schade um jedes Talent, das der Menschheit in so existenziellen Fragen verlorengehen würde!

Christel Kemmler

Und sollte es wirklich einmal zu einer “Auszeit” (möglichst mit absehbarem Ende) kommen, dann versuchen Sie auf jeden Fall die Zeit für Ihre persönliche Weiterentwicklung zu nutzen.

Wir haben in unserem zivilisierten Land ein Recht auf Bildung. Zu meinem Unverständnis empfindet ein Großteil der heutigen Berater das leider als lästige Pflicht.

Ich bin mittlerweile über 60 Jahre alt, aber ich habe nie aufgehört zu lernen. In meinem Fall waren es z. B. fachliche Qualifikationen (Weiterbildung zum Master Financial Consultant), Spezialisierungen wie Strategielehre nach EKS, themenübergreifende Ausbildungen mit der Trainerqualifikation oder ein Journalismusstudium, um vernünftig in Wort und Schrift wiedergeben zu können, was ich der Welt gerne hinterlassen möchte.

gemeinsam den Weg gehen

Was ich weitergebe ist keine “Marke”, sondern ein Erbe!

Wenn Sie mögen, gehen wir einfach ein Stückweit gemeinsam den Weg.